Despicable Me, The American, The Town (Kurzrezensionen)

Hier die Kurzreviews zu Despicable Me, The American und The Town.

Despicable Me

Warum ich mir unbedingt Despicable Me anschauen wollte? Nun das lag zum Einen an der kleinen Agnes („It’s so fluffy I’m gonna die!“) und zum anderen an den ulkigen Minions. Na ja, die Trailer habe ich auch verschlungen.

Die Geschichte um den Supervillain Gru der sich ganz plötzlich (aber nicht ohne Eigennutz) mit 3 Kindern aus dem Weisenhaus rumschlagen muss ist nicht gerade neu, noch innovativ was den Ausgang anbelangt. Allerdings wird diese einfach wunderbar und ohne großese Trara erzählt. Für die kleinen Kinobesucher gibt es eine wundervolle Geschichte und entsprechende Witze und für die älteren – wie so oft in diesen Filmen – Referenzen zu anderen Filmen oder zu Geschehnissen aus dem wirklich Leben, hier sei nur die Bank Of Evil erwähnt.

Despicable Me ist das Erstlingswerk von Illumination Entertainment (zugehörig zu Universial Pictures) und sie haben ihre Arbeit wirklich gut gemacht. Die Optik/3D-Grafik ist jetzt nicht auf dem Niveau eines Toy Story 3, aber durchaus auf sehr gutem bis überdurchschnittlichem Niveau.
Die Synchronisation der Figuren war dank Steve Carrell (Gru), Russell Brand (nicht wirklich zu erkennen als Gru’s Wissenschaftler Dr. Nefario), Jason Segel (Vector) und den anderen sehr gut. Vorallem Carrell hat hier wirklich sehr gute Arbeit geleistet.
Und sehr erstaunt war ich auch über die Score/Musik, da diese komplett von Pharrell Williams beigesteuert wurde, der ja eigentlich eher bei N.E.R.D. anzutreffen ist. Und so war es auch nicht verwunderlich, dass man hier und da ein paar R’n’B-Lieder zu hören bekam, was aber nie gestört hat. Auch die von ihm komponierte Score war durchweg gelungen.

Ich hab mindestens soviel – wenn nicht sogar mehr – gelacht wie die Kinder die mit im Kinosaal saßen und wurde wirklich gut unterhalten, auch wenn man hier und da ein paar Abstriche machen muss.

8/10

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The American

Anton Corbijn’s zweiter Film (Control war das Regiedebüt) handelt vom Jack, einem Auftragskiller, der nur noch diesen Auftrag hinter sich bringen und dann aus dem Geschäft aussteigen möchte. Dies ist allerdings nicht ganz so einfach wie er sich das gedacht hat.

Das ein Fotograf hinter der Kamera stand, ist mit jedem Bild zu spüren. Und das ist auch seine große Stärke, kann The American doch mit wirklich grandiosen Bildern und Szenen überzeugen. Allerdings kommt ihm das leicht zum Verhängnis, denn leider konzentriert man sich teilweise doch zu stark auf die Bilder und weniger auf die Story des Films, die auch so schon sehr einfach ist.

Der Film ist im Prinzip ein Ein-Mann-Show von Clooney, dem die Story anscheinend auf den Leib zugeschrieben wurde. Auch wenn nicht wirklich viel passiert, so ist doch immer Clooney zu sehen und seine Darstellung des ruhigen und introvertierten Killers ist großartig. Die anderen Darsteller fügen sich in dieses Spiel sehr gekonnt ein und bieten ihm gute Gegenparts.

Wie auch bei Despicable Me war ich erstaunt über die Person, die die Score beigesteuert hat und das war kein geringerer als Herbert Grönemeyer. Ich bin nun wirklich kein Fan von seiner Musik, aber seine Score für The American hat mich wirklich überzeugen können.

Auch wenn er in Bezug auf Story wirklich hätte mehr liefern können, so überzeugt auf ganzer Linie das Handwerk, sei es Kamera, Schnitt, Schauspiel oder Musik. In diesen Punkten gibt er sich keine Blöße und dadurch wird der Film zumindest audio-visuell zu einem Erlebnis.

7/10

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The Town

Afflecks’s The Town erzählt von den Freunden Doug McRay und James Coughlin die in dem Bostoner Stadtteil Charlestown aufgewachsen sind und das machen was sie in Charlestown kennengelernt haben, Banken ausrauben. Bei einem Bankraub allerdings geht etwas schief und sie nehmen eine weibl. Geisel, Claire Keesey. Doug, der eigentlich sicherstellen soll, dass sie wirklich nicht weiß was geschehen ist, verliebt sich in sie und will seinem aktuellem Lebensstil abschwören. Leider verläuft das nicht ganz wie geplant.

Affleck’s zweite Regiearbeit nach Gone Baby Gone ist ein in den Grundzügen ein sehr guter Film, er verliert sich allerdings in etwas zu langen Dialogen und stellenweise in viel zu ruhigen Szenen. Eine mehrminütige Straffung hätte ihm sicherlich gut getan um einfach das Tempo zu erhöhen. Auch wenn ich den ruhigen Ton des Films durchaus ansprechend finde. Die Heist-Szenen selbst sind durchaus sehenswert, kommen aber an ihre großen Vorbilder aus Heat etc. nicht heran. Er ist einfach eine andere Art von Film.
Des Weiteren sind viele der Figuren im Film teilweise etwas blass, selbst ein Jon Hamm, der aktuell in der Serie Mad Men brilliert. Ausnahme ist Jeremy Renner, der abermals beweist, dass er durchaus als Charakterdarsteller durchgeht.

Sein Geschick und Gespür hinter der Kamera merkt man deutlich an den einzelnen Einstellungen im Film. Auch wenn er sich immer noch auf das gleiche Repertoire an Kameraeinstellungen beruft, so wirken seine Bilder. Technisch kann man dem Film wirklich kein Tadel zukommen lassen.
Gut fande ich auch die Score die den Film und dessen Wirkung immer richtig betont hat.

Wenn man über die Kritikpunkte hinweg sieht, so wird man von einem eher ruhigen aber doch sauber ausgeführtem Film recht gut unterhalten. Und ich hoffe, dass Affleck weiter als Regisseur tätig ist, denn ich finde seine Arbeit gut und würde mich über weitere Filme freuen.

7/10

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